{Disarmed} Bohrhammer : Bohrhammer

Was ist ein Bohrhammer und wozu benötigt man dieses Gerät?

Ein Bohrhammer ist ein Elektrowerkzeug, das Löcher in verschiedene Materialien bohren kann, je nachdem welches Bohrfutter man verwendet und in Abhängigkeit von dem Ort, an dem die Löcher zu bohren sind.

Während ein normaler Bohrer nur durch Drehbewegungen versucht, tiefer in ein Material vorzudringen und dadurch bei weicheren Materialien wie Holz Löcher entstehen, benötigt man bei mineralischem Material wie Stein und Beton mehr Kraft. Diese erbringt der Bohrhammer durch kleine Schlagbewegungen, die das Material zertrümmern. In Abhängigkeit von der Antriebsenergie differenziert man noch zwischen elektrischen und pneumatischen Bohrhämmern.

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Funktionsweise eines pneumatischen Bohrhammers

Ein pneumatischer Bohrhammer arbeitet mit Druckluft. Der von einem Kugel – oder Flatterventil angetriebene Kolben schlägt auf ein Schlagstück, das seinerseits wiederum den Schlag auf das Ende des Bohrfutters weitergibt (kinetische Energie).

Das bereits genannte Schlagstück ist mit einer Umsetzvorrichtung ausgestattet die bewirkt, dass der Schlag jedes Mal gleichzeitig eine Drehung auf das Bohrfutter, das zumeist aus gehärtetem Stahl besteht, auslöst. Bohrhämmer haben aus Sicherheitsgründen eine Sicherheitskupplung und sind durch einen Dichtring im Inneren gegen Verschmutzung geschützt.

Einsatzbereich und Funktion elektrischen Bohrhammers

Er findet überall dort Verwendung, wo keine Druckluft oder Hydraulik zur Verfügung ist. Dies kann bei Heimwerkern der Fall sein oder auf schwer zugänglichen Baustellen. Der elektrische Bohrhammer ist in seiner Leistungsfähigkeit nicht so ergiebig wie der pneumatische Bohrhammer, der durch seine niedrigere Schlagzahl eine höhere Schlagleistung erbringt.

Bei Bohrhämmern muss gleichzeitig eine Radial- und Axialbewegung durchgeführt werden. Wäre diese Bewegung nur durch das Futter möglich, würde bei diesen Geräten ganz viel kinetische Energie verloren gehen und das Bohrfutter würde sich durch die Vibration lockern.

Deshalb wurde auch 1975 von der Robert Bosch GmbH das SDS, der Kurzform für „Stecken-Drehen-Sitzt“- Aufnahmesystem erfunden. Dies ist ein Einstecksystem für drehende und schlagende Werkzeuge. Dieses System benötigt keinen speziellen Spannfutterschlüssel mehr, sondern macht durch leichte Drehbewegung einen schnellen Wechsel der Futteraufsätze möglich.

Bohrfutter oder Meisel für das SDS, das heute Special Direct System genannt wird, haben eine spezielle Schaftform, die die schnelle Aufnahme im Gerät möglich macht. Nicht zu verwechseln oder gar gleichzusetzen ist der Bohrhammer mit der Schlagbohrmaschine. Hierbei macht allein das Bohrfutter die Axialbewegung, weil Futter und Bohrer fest miteinander verschraubt sind. Das ist ein weiterer Grund für ihre geringere Leistung.

Wie bei vielen anderen technischen Produkten auch, gab es und gibt es ganz unterschiedliche technische Standrads, so dass Zubehörteile des einen nicht vom anderen nutzbar waren. Erst nachdem sich Bosch und Hilti einigten, gibt es zumindest zwischen diesen beiden Anbietern, die auf dem Markt große Anteile halten, eine gemeinsame Nutzungsmöglichkeit der Produkte.

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