Heckenschere und Heckenscheren : Allgemein

Alltäglicher Gebrauch und Bedeutung bei der Heckenpflege

Für einen Gärtner wäre ein Leben ohne seine Heckenscheren mittlerweile undenkbar. Bereits vor hundert Jahren wurden Hecken damit schon bearbeitet um sie quasi in Form zu bringen. Heckenscheren ermöglichen dem Verwender eine Korrektur bzw. eine Vorgabe des Wuchses der Pflanze. Hecken kann man mit diesen nahezu grenzenlos beliebig formen und ein Heckenschere Test ist nützlich, um das für die eigenen Zwecke am besten geeignete Modell zu finden.

Kunst mit der Heckenschere in der frühen Neuzeit

Den wenigsten Menschen ist „Topiari“ ein Begriff, doch jeder kennt die Hecken-Meisterwerke der Künstler, die sie beispielsweise in Disneyland und Disneyworld in Form von Donald und Mickey anhand ihrer Fertigkeiten mit der Heckenschere ausstellen. Durch spezielle Schnitt-Technik mit Heckenscheren gelingt den Künstlern dieses kleine Wunder in so ziemlich allen Varianten. Meist werden für diese Technik beidseitig bzw. doppelt schneidende Heckenscheren verwendet.

Für den Schnitt von kommerziellen, geraden Hecken genügen einseitig schneidende Heckenscheren. Für das Schneiden besonders hoher bzw. niedriger Stellen eignen sich sogenannte Stabheckenscheren. Die Figuren, die aus diesen Hecken entstehen, können entweder architektonischen oder auch lustigen Charakter haben – es sind keine Grenzen in der „Kunst der Heckenscheren“ gesetzt.

Ursprung der Künste mit Heckenscheren

Die Kunst des „Umgangs mit Heckenscheren“ begann schon im alten Ägypten, wo man Sklaven dazu beauftragte, die Gärten mit (damals noch primitiven) Heckenscheren zu verschönern. Wirklich ausgeprägt hat sich das Schneiden der Pflanzen mit Heckenscheren dann zur Zeit des römischen Reiches.

Reiche Römerfamilien teilten den damals untergeordneten Nichtrömern diese Arbeit in den Gärten zu. Ein weiteres Hoch erlebten die Heckenscheren-Arbeiter während der Renaissance und auch im Barock. Auch heute noch zeugen zum Beispiel die sogenannten Topiari-Gärten in England von der damaligen Vernarrtheit.

Auch die Villa Medici in Italien ist heute noch einen Besuch wert, um die aus Heckenscheren entstandenen Wunder zu betrachten. Im 19. Jahrhundert kam die Wende – es wurden allmählich neue Formen entdeckt und auch neue Arten von Hecken wie zum Beispiel der Ilex oder Rhododendren angepflanzt.

In Baumschulen wurden die wundervollen „Hecken-Stücke“ bereits vorgefertigt um sie anschließend in den Schlossgärten zur Schau zu stellen. Nach und nach kamen auch Banken, Firmen und Hotels auf den Geschmack, ihre Vorgärten für die Besucher bzw. Kunden mit wundervoll gestalteten und mit Heckenscheren geformten Büschen zu schmücken.

Hecken-Labyrinthe und die Heckenschere

Jedem sind die typischen „Hecken-Labyrinthe“ ein guter Begriff. In diesen Labyrinthen, welche oft in Schlossgärten ihren Platz fanden, konnte man sich herrlich amüsieren oder verstecken. Heckenlabyrinthe haben seit jeher einen äußerst mystischen Beigeschmack, weil sie oft in Sagen und Geschichten vorkommen. Den passionierten Gärtnern mit ihren Heckenscheren wurde sogar in England vor einigen Jahren ein eigenes Magazin mit dem Namen „Topiarius“ gewidmet.

Während sich Europa mit diesen Arten der Heckenformung auseinandersetzte, gab es in Asien bereits seit geraumer Zeit die Kunst der Bonsai-Hecken. Diese fernöstliche Gartenkunst der asiatischen Heckenscheren hat sich bis heute durchgesetzt. Heckenpfleger aus Asien streben im Besonderen danach, die Natur in ihren Elementen zu vereinen. Das spiegelt sich auch im Bearbeiten von Sträuchern und anderen Pflanzen mit der Heckenschere in den Gärten Asiens wider.

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